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Zur elenden Maria

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Die Kapelle "Zur elenden Maria" stand in Chursdorf bei Penig in der Nähe der Höllmühle. Sie war eine Wallfahrtskirche mit einem angeblich wohltätigen Marienbild, zu dem Prozessionen stattfanden. Sie wurde nach der Reformation abgerissen.

Die Sage stammt aus der Sammlung von Klaus Oehmig.

Die SageBearbeiten

Ein einsamer Wanderer ging auf dem Weg nach Penig quer durch den Wald und verirrte sich. Da kommt er an der Kapelle "Zur elenden Maria". Gerade tritt der Priester aus der Kapellentür. Der Fremde erzählt dem Priester, dass er aus der Gegend von Chemnitz komme und in Penig Verwandte besuchen wolle und fragt ihn um den Weg.

Der Priester schaut den Fremden lange an. Dann geht ein hämisches Lächeln über sein Gesicht. Doch plötzlich wird er sehr freundlich, als ob er einem alten Bekannten begegnet sei. Er ladet ihn zum Essen ein, und sie sitzen noch lange beim Gespräch zusammen.

Als es Abend wird, geht der Fremde in die Kapelle, um seine Andacht zu verrichten. Leise schleicht der Priester hinterdrein. Als der Fremde vor dem Altar kniet, erschlägt ihn der Priester mit einem schweren Leuchter, weil er in ihm einen alten Feind zu erkennen glaubt. Er vergräbt den Fremden unter dem Altar, damit niemand etwas merken soll. Später aber stellt sich heraus, dass er einen Unschuldigen umgebracht hatte, der mit seinem alten Feind nicht das geringste zu tun hatte. Er sah ihm nur ähnlich. Da ließ dem Priester sein böses Gewissen keine Ruhe, und er erzählte alles, um sein Gewissen zu erleichtern.

Die Leute nahmen den Priester, banden ihn an den Altar und rissen dann die Kapelle nieder. Der Priester wurde unter den Trümmern begraben.

Reste der KapelleBearbeiten

Die Pforte des Peniger Rathauses ist teilweise die alte Eingangspforte der Kapelle "Zur elenden Maria" nahe der Höllmuehle, auch die wertvolle kleine alte Glocke hängt heutzutage in der Stadtkirche. Dr. R. M. O.

QuellenBearbeiten

  • Klaus Oehmig-Margret Neumann-Annett Tomoscheit "Penig von A bis Z Ein Stadtlexikon" Stadtverwaltung Penig 2002 ISBN 3-9808333-2-1
  • Stadtverwaltung Penig "775-Jahre Penig, 14.-23.Juni 2002,Festschrift" Miriquidi-Verlag 2002 ISBN 3-9806774-9-4

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