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Die weithin sichtbare spätgotische Kirche Unserer Lieben Frauen Auf Dem Berge prägt wesentlich das Stadtbild von Penig.

Kirche

Kirche Unserer Lieben Frauen Auf Dem Berge

GeschichteBearbeiten

Stadtkirche 1

Ansicht von Südwesten

Stadtkirche 2

Altar und Taufbecken

Bereits vor 1313 muss es einen Vorgänger gegeben haben, über den nichts bekannt ist. Im Jahr 1380 lies Burggraf Albrecht von Leisnig die Begräbnisskapelle Zur Herrlichkeit errichten. 1476 wurde mit dem Bau des vorerst freistehenden Turmes begonnen. Er diente als Glockenturm und Schatzkammer. 1499 began man mit dem Bau des Hauptschiffes. Baumeister war Georg Bramnitz aus Chemnitz, der während des Baus starb. Geplant war ursprünglich eine dreischiffige Kirche. Geldmangel zwang 1504 zum Einbau einer einfachen Balkendecke. 1515 erfolgte dann die Weihe der Kirche durch den Bischoff von Merseburg.

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Wikipediaartikel:

Lucas Cranach d.Ä.
Reformation

Lucas Cranach der Ältere schuf 1537 das Bild "Martin Luther als Junker Jörg". Dieses Bild sowie das Bild Katharina von Boras aus der Werkstatt von Lucas Cranach gehören der Kirche und sind zur Zeit ausgelagert.

1539 erreichte die Reformation Penig. Die Kirche wurde in eine evangelische Kirche umgewandelt und die sechs Altäre durch einen von dem Dresdner Bildhauer Christoph Walther geschaffenen evangelischen Altar ersetzt. Gestiftet wurde der Altar vom Herrn der Stadt Wolf von Schönburg.

1609 erhielt die Gemeinde den Taufstein von Gabriell Eckhard aus Freiberg. Die Felderdecke, die die Peniger Stadtkirche unverwechselbar macht, wurde 1688 von Constantin Seitz aus Schneeberg erschaffen. Auf siebzig Bildtafeln werden Motive aus dem Alten und Neuen Testament dargestellt.

Im Jahr 1780 erhielt der Kirchturm dann einen barocken Helm. Mit dem "Zwiebelturm" hatte also die Kirche fast schon ihr heutiges Aussehen erhalten. Erst ein Jahr später erhielt der Turm eine Wetterfahne. Der Bau wurde von Maurermeister Carl Gottlieb Schiffner,Schieferdecker Johann Gottfried Harnisch aus Hartenstein und Zimmermeister Johann Friedrich Freygang aus Zwenkau ausgeführt.[1]

In den Jahren zwichen 1892 und 1894 wurde die Kirche renoviert und umgebaut. Sie erhielt neue Emporen, eine neue Kanzel, eine Fussbodenheizung und neue Buntglasfenster. Der Innenraum erhielt eine Ausmalung mit Ornamenten und der Westgiebel die Sandsteinfiguren. Allerdings wurden auch (vermutlich teilweise) Altar und Taufstein mit grauer Ölfarbe überstrichen. Der verantwortliche Architekt hies Kandler. 1896 folgte dann noch der Einbau der Kreuzbachorgel aus Borna.

Im Jahre 1935 wurde die zwei Jahre vorher beschädigte Wetterfahne erneuert und erhielt bei der Gelegenheit ein Hakenkreuz.[2] Fünf Monate nach Kriegsende, am 8. Oktober 1945 wurde es wieder entfernt. [3]

Während des zweiten Weltkriegs wurde die große Glocke vom Turm geholt und kehrte erst im März 1950 aus Hamburg zurück.

Im Jahr 1968, dem selben Jahr, an dem in Leipzig die Paulinerkirche gesprengt wurde, begann man mit der Restaurierung der Peniger Kirche. Es gab erste Aussenabputzarbeiten, das Gestühl wurde ergänzt und Altar und Taufstein erhielten ihre alte Farbigkeit zurück. Vor allem aber wurde die Bilderdecke gereinigt, was dem Autor[4] besonders in Erinnerung geblieben ist, da er mit einer kleinen Schülergruppe der Oberschule II durch Vermittlung ihres Klassenlehrers, die Gelegenheit bekam, die Decke ganz aus der Nähe zu sehen. Am ersten Advent, dem 30.11.1969 erfolgte die Übergabe der Inneneeinrichtung und die Glockenweihe.

1988 gab es eine Gedenkfeier "300 Jahre Bilderdecke der Stadtkirche". Im gleichem Jahr begann man mit der Instandsetzung des Turmes und mit Abputzarbeiten. 1992 konnten diese Arbeiten abgeschlossen werden.

1993 wurde der Westgiebel restauriert.

LiteraturBearbeiten

  • Ulrich Schulze "Unserer Lieben Frauen Auf Dem Berge" in "775 Jahre Penig Festschrift" Stadtverwaltung Penig 2002
  • Jürg Fietz und Dieter Richter "Penig Geschichte einer Stadt 1945-1993" Heimatverlag M. Lehmann & Partner GbR 1. Auflage 1993
  • "Penig Info-Broschüre mit Stadtplan Der Wegweiser durch Geschäfte und Gastronomie"
  • "Über Amerika ins Tal der Burgen Das Tal der Zwickauer Mulde um Penig" Bildverlag Thomas Böttger

WeblinksBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. Gustav Lippold "Neue Wetterfahne auf dem Peniger Kirchturm" in "Geschichtsblätter Sonderbeilage des Tageblatt für Penig und Lunzenau" Nr.32 1935
  2. ebenda
  3. Sigfried Rulc "Unter Werwolf Verdacht Eine unvollständige Chronik unserer Jahre 1945 bis 1950" Mironde-Verlag 2007 4. Auflage ISBN 13 978-3-937654-18-8
  4. Expeniger

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