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Das Freie Gymnasium Penig in Penig ist ein Gymnasium in freier Trägerschaft. Bis 1998 bestand es als Staatliches Gymnasium und existiert seit 1999 als Freies Gymnasium.

Gymnasium

Das Gymnasium, vorn rote, hinten gelbe Schule

GeschichteBearbeiten

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Wikipediaartikel:
Hans Beimler

Die wohl älteste nachweisbare Schule von Penig war nahe der Stadtkirche nördlich 1552 massiv erbaut worden.

Die Wände der Schule waren mit Denksprüchen aus der Bibel und auch Sprüchen der sieben Weisen Männer Griechenlands geschmückt. Es unterrichteten ein Rector, der Kantor und der Baccalaureus und in der Mädchenschule der Organist. [1]

Treppe

Blick von der Schultreppe

Das ältere von beiden Gebäuden des heutigen Gymnasiums, die "Weiße Schule" (Alte Schule) wurde 1867 gesegnet. 1884 lies Stadtrat Terpe auf eigene Kosten eine Treppe zur Schule bauen. 1891 kam die "Rote Schule" (Neue Schule) hinzu.

Gegen Ende des zweiten Weltkriegs wurde die Schule als Lazarett genutzt. Der Unterricht fand, wenn er überhaupt stattfand, in behelfsmässigen Klassenräumen statt, zum Beispiel in der Gaststätte "Stadt Leipzig", im Keller des Rathauses und dem großen Saal in der Papierfabrik. In den letzten Kriegsmonaten reichte die Zeit bis zum nächsten Alarm oft nur dazu aus, den Schülern neue Hausaufgaben zu geben, ohne die alten zu kontrollieren.[2]

1950 wurde die Schule Zentralschule für Penig und die umliegenden Ortschaften. Nach der Einführung der Zehnklassenschulpflicht wurde 1956 die erste neunte Klasse unterrichtet. Dem dadurch hervorgerufenen Platzmangel begegnete man. indem das Gebäude des Amtsgerichts in der Bahnhofstraße mitbenutzt wurde. Daraus entstand dann die Oberschule II. 1971 erhielt die bis dahin einfach "Oberschule I" genannte Schule den Namen "Hans Beimler Oberschule".

Im Jahre 1992 wurde die Schule in ein Gymnasium umgewandelt. Als die bis dahin staatlich getragene Schule 1998 wegen Schülermangels geschlossen werden sollte, bildete sich im November desselben Jahres der "Trägerverein Gymnasium Penig e. V." aus namhaften Bürgern und ansässigen Unternehmern. Bereits am 2. November 1999 nahm das nun in freier Trägerschaft befindliche Gymnasium mit 84 Schülern der Klassenstufen 5-9 den Betrieb auf.

Seit August 2003 ist es möglich, dass Schüler aus weiter entfernten Orten im schuleigenen Internat "Thierbacher Mühle" untergebracht werden können.

2006/2007 fanden umfangreiche Bauarbeiten zur Umsetzung des Brandschutzkonzepts des roten Hauptgebäudes (Brandschutztüren, Außentreppe (zweiter Fluchtweg), neuer Eingangsbereich) statt. 2007/2008 wurden sowohl beide Gebäudefassaden saniert als auch beide Dächer neu eingedeckt. Im Rahmen dieser Arbeiten bekam das zweite Gebäude eine neue Farbe, die mit der historischen Farbgebung übereinstimmt. Beide Sanierungen wurden von der Stadt Penig mitfinanziert.

Für 2011 ist die Kompletterneuerung der Turnhalle geplant.

Gebäude und GeländeBearbeiten

Auf dem direkt an der Zwickauer Mulde befindlichen Schulgelände befindet sich ein Bolzplatz, ein Volleyballplatz, eine Sprintbahn, Turngeräte sowie eine Weitsprung- und Kugelstoßanlage. Die zwei Schulgebäude unterscheiden sich in der Farbgebung voneinander - das Hauptgebäude ist rötlich, das zweite Gebäude silbergrau gestrichen. Ebenfalls auf dem Gelände befinden sich eine Cafeteria und eine Turnhalle.

SchulformBearbeiten

Das Gymnasium ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule in freier Trägerschaft. Träger des Gymnasiums ist der Trägerverein Gymnasium Penig e. V.. Finanziert wird die Schule durch ein monatlich entrichtetes Schul- und Betreuungsentgelt sowie den Förderverein.

SchulkonzeptBearbeiten

  • Unterrichtsstunden im Blockmodell
  • natur- und gesellschaftswissenschaftliches Profil
  • kleinere Klassen bis Klassenstufe 10 (max. 22 Schüler) kleinere Kurse in der Abiturstufe
  • Methodentraining und Freiarbeit bis Klasse 7
  • Ganztagsbetreuung bis ca. 16.00 Uhr
  • Informatikausbildung in allen Klassenstufen
  • Hausaufgabenerledigung mit Betreuung in der Schule

Pädagogische Arbeit, Ausstattung und AngeboteBearbeiten

Ab Klassenstufe 6 werden als 2. Fremdsprache Russisch, Französisch und Latein angeboten. Außerdem finden Schüleraustausche u.a. mit Schulen in Frankreich statt und jede Klasse unternimmt in Klasse 9 eine Sprachreise nach England.

Neben 2 neu ausgestatteten Informatikkabinetten mit insgesamt 39 PC´s befinden sich in fast allen Räumen Beamer, mit denen die Schüler Referate präsentieren können. Auch eine Bibliothek, in der Fachliteratur zum Nachforschen ausgeliehen werden kann, steht zur Verfügung.

Von Schülern organisierte Projekte sind unter anderem der Schülerrat, ein Schülercafe und ein Schülerradio.

ErfolgeBearbeiten

Die Einrichtung belegte in einer bundesweiten Studie unter Gymnasien, Gesamt- und Waldorfschulen mit gymnasialer Oberstufe in der bundesweiten Wertung Platz 33. Insgesamt wurden 3.480 Schulen befragt, 575 Schulen antworteten. Das bedeutete gleichzeitig Platz 2 in Sachsen hinter dem Herder-Gymnasium Schneeberg.

2008 erreichte sie bei dem von der Zeitschrift Unicum ausgeschriebenen Wettbewerb "Schule des Jahres", Platz 7 in der Gesamtwertung und den ersten Platz in der Kategorie "Beste Unterrichtsqualität".

WeblinksBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. Nach August Schuhmann, Vollständiges Staats, Post und Zeitungs Lexikon von Sachsen Seite 181
  2. Bericht von Zeitzeugen

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