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Penigs Geschichte lässt sich etwa tausend Jahre zurückverfolgen.

Bis 1400Bearbeiten

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Thietmar von Merseburg
Wiprecht von Groitzsch
Deutsche Ostsiedlung
Ruine Zinnberg

  • 981 In der Chronik Bischofs Thietmar von Merseburg wird ein Ort "uuissepnig" erwähnt (wuestpeneck)
  • Die Veste "Peneck" wurde von Heinrich I. im Zuge der sorbischen Unterwerfung ~929 geschleift. Wo heutzutage die Stadtkirche steht war der Standort der Slawenburg und unterhalb der Höhe war die kleine Ortschaft oder das Dorf "Peneck" (die heutige Stadt Penig.)
  • Zur Zeit des Wiprecht vom Groitzsch wird das Muldental von hessischen thüringischen und fränkischen Siedlern besiedelt. Die Gegend war bis dahin von Slawen bewohnt.
  • 1157 wird die Altpeniger Kirche "Sankt Aegidien" erwähnt.
  • Etwa 1170 wird die Burg Zinnberg gegründet. Sie war Herrschaftssitz der Burggrafen von Altenburg und soll seit dem 6.ten Jahrhundert Sitz eines Slawenfürsten gewesen sein. (Imiczy)
  • Gegen Ende des 12.ten Jahrhunderts werden die Gemeinden Thierbach, Zinnberg sowie (vermutlich) Arnsdorf gegründet.
  • Um 1240 übernehmen die Burggrafen von Altenburg die Herrschaft über die Gegend von Penig und Rochsburg. Ihr Wappen wird später das Stadtwappen.
  • 1288 Eine Lehensurkunde trägt die Unterschrift des damaligen Grundherren Fridericus, dictus de Penik.
  • Ende des 13.ten Jahrhunderts wird Penig erstmals ummauert.
  • 1300 bis 1320 Das alte Schloss wird gebaut. Es war der Sitz der Burggrafen von Leisnig, die über Penig von 1329 bis 1538 herrschten.
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Civitas
Oppidum
Castrum

  • 1301 Penig erhält das Marktrecht und wird als "civitas forensis" erwähnt.
  • 1313 erfolgt die erste Erwähnung von Penig als Stadt ("Oppidum"). In Penig wird eine Probstei errichtet und dem Chemnitzer Benediktinerkloster übertragen.
  • 1333 wird Arnsdorf erstmalig erwähnt.
  • Um das Jahr 1350 verödet die Zinnburg.
  • 1353 Die Schuhmacher bilden als erste eine Zunft.
  • 1354 An der Furth ist eine Zollstelle nachweisbar.
  • 1357 Das alte Schloss wird erstmals als "Castrum" erwähnt.
  • 1380 Burggraf Albrecht I. von Leisnig lässt die "Kapelle zur Herrlichkeit" bauen. Die erste hölzerne Brücke wird gebaut.

Bis 1500Bearbeiten

  • 1404 wird erstmals eine Stadtschule erwähnt.
  • 1411 Albrecht I. von Leisnig wird in der Kapelle "Zur Herrlichkeit" beigesetzt.
  • 1436 begründet Otto II. von Leisnig die Herrschaft Penig mit den Dörfern Langenleuba, Meusdorf,Markersdorf, Jahnshain, Wernsdorf, Obergräfenhain, Steinbach, Mühlau, Zinnberg,Tauscha, Nieder-und Mittelfrohna, Göppersdorf, Reizenhain und Taura. Die Herrschaft Penig entstand durch Teilung der Herrschaft Rochsburg.
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Braurecht
Hohe Gerichtsbarkeit
Brauprivileg

  • 1440 lässt die Kirche die erste Braupfanne aufstellen und einhundert Häuser besaßen das Braurecht.
  • Seit 1443 sind Wochenmärkte nachweisbar. Sie fanden immer an einem Donnerstag statt.
  • 1455 erhält Penig das Stadtrecht. Erster Bürgermeister ist Nicolaus Romprecht.
  • 1458 wird mit dem Neubau der Stadtmauer begonnen.
  • 1459 gibt es einen Stadtbrand. Das Vorwerk zum Schloss, Häuser am Markt und in der Brückengasse werden zerstört.
  • Seit 1463 ist das Zeugmacherhandwerk ansässig.
  • 1470 wird eine Röhrenwasserleitung gebaut.
  • 1471 erhält Penig die Gerichtsbarkeit, sowohl die niedere, als auch die hohe Gerichtsbarkeit.
  • Im Jahr 1472 kommt es erneut zu einem Stadtbrand.
  • 1476 ist Baubeginn des Kirchturms. Beendet wird der Bau 1495.
  • 1483 beginnt man, zwischen Penig und Zinnberg, Blei und Silbererz abzubauen.
  • 1485 erhält die Stadt das Brauprivileg. Aus dem gleichem Jahr stammt die Legende vom großen Topf. Seit wann es Töpfer in der Stadt gab, ist unbekannt.
  • 1488 Fertigstellung der Stadtmauer
  • Durch das Hochwasser 1491 wird die Brücke zerstört.
  • 1499 wird mit dem Bau des Kirchenschiffes begonnen.

Bis 1600Bearbeiten

  • 1502 Einweihung des Chemnitzer Tores.
  • 1511 Der erste Hinweis auf die Kellerberge.
  • 1512 Die Bäcker bilden eine Innung.
  • 1515 Weihe der Kirche "Unserer Lieben Frauen Auf Dem Berge" durch den Bischoff Adolphus von Merseburg.
  • 1518 In Penig wird der erste Jahrmarkt, der Fastenjahrmarkt, abgehalten.
  • 1520 Die Pest wütet in Penig.
  • 1523 Die Schützengilde wird gegründet.
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Deutscher Bauernkrieg
Reformation
Georg von Spalatin

  • 1525 Nach der Niederschlagung der Bauernaufstände werden die Bauern Max Pyrinck und Georg Steiner aus Wernsdorf und Jacob Lauterbach und Wolf Zschoche aus Steinbach auf dem Markt enthauptet.
  • 1527 Über die Mulde wird eine steinerne Brücke errichtet. Die Leineweber bilden eine Innung.
  • 1536 Bau einer städtischen Badestube in der Badergasse und einer Wäschemangel in der Mandelgasse.
  • 1537 Burkhard Schmidt aus Glauchau errichtet die erste Papiermühle.
  • 1539 In Sachsen wird die Reformation durch Heinrich dem Frommen eingeführt. Mit der Kirchenvisitation durch Georg Spalatin wird der evangelische Gottesdienst eingeführt.
  • 1543 Durch den Schönburgisch-Wettinischen Gebietstausch geht Penig in den Besitz der Grafen von Schönburg über.
  • In den Jahren 1545 und 1546 wird das Rathaus im Stile der sächsischen Frührenaissance erbaut. Der Baumeister Caspar aus Chemnitz erhält 3000 Gulden dafür.
  • 1549 wird die erste Chronik von dem Schulmeister Sebastian Meyer geschrieben.
  • 1552 wird eine Knabenschule errichtet.
  • 1556 Die erste Mädchenschulmeisterin tritt ihr Amt an.
  • 1556 und 1557 lässt Wolf von Schönburg das Neue Schloss bauen.
  • 1558 tritt der erste Superintendant sein Amt an.
  • 1561 bilden die Tischler und die Glaser Zünfte.
  • 1562 wird das städtische Brauhaus gebaut.
  • 1571 und 1572 wird das erste Armenhaus gebaut.
  • 1577 Das Brückentorhaus wird gebaut.
  • 1585 wird der Bau der Wasserleitung weitergeführt.
  • 1600 Auf dem Markt entsteht ein "Narrenhaus für die bösen Weiber"(?).

Bis 1700Bearbeiten

Penig 1617

Penig im Jahr 1617

  • 1619 Es wird erstmals ein Stadtmusikus erwähnt.
  • 1625 Diakonus Jakobus Ranfft verfasst eine Stadtchronik.
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Dreissigjähriger Krieg
Heinrich von Holk
Johan Baner

  • 1632, im Dreissigjährigen Krieg wird Penig von kaiserlichen Truppen unter Oberst Holk geplündert. Nach der Schlacht bei Lützen marschieren ebenfalls kaiserliche Truppen durch Penig und zünden die Stadt an. Bei dem Brand werden 229 Häuser und 41 Scheunen zerstört.
  • 1633 Die Pest wütet in Penig. 1200 Menschen fallen ihr zum Opfer.
  • Zwischen 1634 und 1637 werden schwedische Truppen unter Generalfeldmarschall Johan Baner in der Stadt einquartiert. Die Stadt muss Zahlungen von etwa 5000 Gulden und Naturalabgaben leisten.
  • 1638 Eine Bürgerwehr wird gegründet.
  • 1681 Die Apotheke "Zum Güldenen Löwen" wird eröffnet. Die erste Apotheke in Penig ist sie aber nicht. Etwa um die gleiche Zeit wird die Apotheke "Zum goldenen Adler" eröffnet, die aber etwa einhundert Jahre später vom Goldenen Löwen übernommen wurde.
  • 1688 Constantin Seitz aus Schneeberg schafft die Felderdecke der Stadtkirche.
  • 1696 Die erste Postkutsche fährt von Leipzig über Penig und Chemnitz nach Annaberg. Penig erhält ein Postamt.

Bis 1800Bearbeiten

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Großer Nordischer Krieg
Siebenjähriger Krieg
Sächsischer Bauernaufstand

  • 1707 König Karl der XII. von Schweden weilt in Penig.
  • 1711 Stadtbrand in Penig, dem auch das Rathaus zum Opfer fällt.
  • 1717 Das Rathaus wird wiederaufgebaut.
  • 1719 Zar Peter I. von Russland übernachtet in Penig.
  • 1726 wird am Brückentor eine Postmeilensäule errichtet. Über ihren Verbleib ist nichts bekannt.
  • 1737 eine zweite Postmeilensäule wird am Topfanger aufgestellt. Sie wird 1941 bei einem Unfall zerstört.
  • 1740 Penig wird Garnisonsstadt.
  • 1750 Die Strumpfwirker bilden eine Innung.
  • 1756 Während des Siebenjährigen Krieg kommt es am Galgenberg zu Reitergefechten zwichen Preussen und Österreichern.
  • 1782 findet die letzte Hinrichtung in Penig statt.
  • 1790 Das ebenfalls beim Stadtbrand 1711 zerstörte Neue Schloss wird wieder aufgebaut. Die Bauern, die dabei zu Frondiensten herangezogen werden, lehnen sich dagegen auf.
  • 1800 wird in Penig ein Verlag gegründet, Ferdinand Dienemann & Comp.

Bis 1900Bearbeiten

  • 1804 Eine Kattundruckerei wird eröffnet.
  • 1805 In der Obergasse wird die Buchdruckerei Sieghardt und Herbst gegründet.
  • 1806 Der erste "Peniger Anzeiger" erscheint.
  • 1807 Penig hat 450 Häuser und 2865 Einwohner
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Befreiungskrieg gegen Napoleon
Deutsch französischer Krieg
Patrimonialgericht
Peniger Bahnhof

  • 1813 Befreiungskrieg gegen Napoleon. Im Mai muss die Stadt etwa zehntausend Soldaten aufnehmen, pro Haus etwa 50 bis 60 Personen.Vom 7. bis 9. Oktober kommt es zu Kämpfen um den Muldenübergang zwischen den Alliieren unter Schwarzenberg und den Franzosen und ihren polnischen Verbündeten. Der russische Zar und der preussische König übernachten in Penig. Die Altpeniger Kirche wird als Lazarett genutzt. Es kommt zu Einquartierungen und Plünderungen.
  • 1817 Die Peniger Garnison verlässt die Stadt.
  • 1819 Ein Armenhaus wird gebaut.
  • 1823 Acht Häuser am Schlossplatz brennen ab.
  • 1825 Die reitende Post zwichen Leipzig und Wien führt durch Penig.
  • 1826 Die Sattlereiwarenfabrik Carl Kunze wird gegründet.
  • 1828 Bei Zinnberg werden Versuche unternommen, den Bergbau wieder aufzunehmen. Ein Jahr später werden sie erfolglos abgebrochen,
  • 1830 Unruhen in Penig. Eine Kommunalgarde wird aufgestellt.
  • Am 2. Februar 1832 wird die allgemeine Städteordnung in Sachsen eingeführt, die am 11. Juni 1833 in Penig in Kraft tritt.
  • 1833 wird Altpenig eingemeindet.
  • 1835 wird die erste, aus England stammende, Papiermaschine durch Ferdinand Traugott Flinsch aufgestellt.
  • 1836 Die Spinnerei Amerika wird gegründet.
  • Zwischen 1836 und und 1844 wird die Stadtmauer abgerissen. Reste sieht man noch auf dem Friedhof.
  • 1837 Penig hat 3925 Einwohner
Wehr in Penig

Penig zwichen 1844 und 1890

  • 1844 Der "Ältere Turnverein" wird gegründet.
  • 1846 Eine Kleinkinderbewahranstalt wird durch den Frauenverband eingerichtet.
  • 1847 Die erste Straßenbeleuchtung mit Öllampen wird eingeführt. Die Kosten übernimmt die Papierfabrik. Die Sparkasse wird gegründet.
  • 1852 Die erste Maschinenfabrik, eine Zeugschneiderei, von Adolf Oeser wird gegründet. Sie befindet sich bis 1856 in dem Gebäude Markt 8.
  • 1856 Das gräfliche Patriomonalgericht wird aufgehoben und das Amtsgericht errichtet. Adolf Oeser kauft einige Gebäude am Mühlgraben und erweitert sie zur Fabrik.
  • 1858 Auf eine lange Hitzeperiode folgten schwere Niederschläge. Am 31 Juli kam es zu Überschwemmungen. Etwa 50 Häuser wurden ganz oder teilweise zerstört., 200 Familien wurden obdachlos.
  • 1861 wird eine Turnerfeuerwehr eingerichtet.
  • 1862 wird die Fabrik von Adolf Oeser bei einem Hochwasser zerstört.
  • 1864 Penig wird an das Telegraphennetz angeschlossen. Die Papierfabrik betreibt ein eigenes Gaswerk, das auch die städtische Gasbeleuchtung speisst. 9. Juli 1864 Karl May begeht in Penig sein erstes Betrugsdelikt. Als Dr. Heilig lässt er sich einen Anzug nähen und verschwindet.[1]
  • 1865 Adolf Oeser kauft die "Alte Fabrik" in der Lunzenauer Straße 28.
  • 1867 Die "Gelbe Schule" wird eingeweiht.
  • 1870 Die Werkskolonie in Amerika wird gebaut.
  • 1871 Der Industriestandort Reisewitz wird eingeweiht. Er ist Zulieferbetrieb für die Papierfabrik. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg werden in Penig und Chursdorf Friedenseichen gepflanzt.
  • 1872 Die Bahnstrecke Penig-Narsdorf wird eröffnet. Der Bahnhof wird in Betrieb genommen.Die Papierfabrik wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.
  • 1873 Die Freiwillige Feuerwehr wird gegründet. Unterhalb des Bahnhofs beginnt der Bau der Maschinenfabrik.
  • 1873 Die Muldentalbahn zwischen Glauchau und Penig wird eröffnet.
  • 1878 Die städtische Bücherei wird eröffnet.
  • 1880 Die eiserne Muldenbrücke in Penig wird dem Verkehr übergeben.
  • 1884 Das Gebäude des Amtsgerichts in der Bahnhofstraße wird gebaut, ebenso die von Stadtrat Terpe gestiftete Schultreppe.
  • 1886 und 1867 werden mehrere Emailierfabriken gegründet. Emil Viehweger übernahm die leerstehende Fabrik von Adolf Oeser und Richard Mörtzsch errichtete ein Emailierwerk in der Uhlandstraße.
  • 1889 wird das Postgebäude in der Bahnhofstraße gebaut.
  • 1890 Die "Aktiengesellschaft Peniger Maschinenfabrik und Eisengießerei AG, Penig" wird gegründet. Sechs Jahre später arbeiten hier 200 Beschäftigte. Ebenfalls 1890 wird in der Dittmannsdorfer Straße ein weiteres Emailierwerk durch Carl Meinhardt eingerichtet.
  • 1891 Die "Rote Schule" wird eingeweiht.
  • 1892 Die Stadt wird einheitlich beschleust.
  • Zwichen 1892 und 1895 wird die Stadtkirche umgebaut.
  • 1894 Das Krankenhaus wird gebaut.
  • 1896 Penig wird an das Fernsprechnetz angeschlossen. Auf dem Marktplatz wird ein Kriegerdenkmal aufgestellt.
  • 1898 In Amerika wird die eiserne Brücke gebaut.
  • 1899 Einrichtung eines Elektrizitätswerks. In der Maschinenfabrik kommt es zu einem ersten Streik um höhere Löhne und gegen Produktionsverlagerungen.

Bis 2000Bearbeiten

  • 1909 Eröffnung eines Kinos im Hotel "Stadt Leipzig". Inhaber ist Bruno Bemme. Thierbach erhält einen Haltepunkt der Muldentalbahn.
  • 1910 Die Autobuslinie Penig-Hartmannsdorf-Chemnitz wird eröffnet.
  • 1914 Die Turnhalle in der Reitzenhainer Straße wird eröffnet. Der Friedhof und die Leichenhalle an der Stadtkirche wird geweiht.
  • 1918 In Penig wird ein Arbeiter- und Soldatenrat gegründet.
  • 1919 Die Volkshochschule wird gegründet. In der Gaststätte "Drei Lilien" findet die Gründung der Ortsgruppe der KPD statt.
  • 1920 Die Maschinenfabrik Gebr. Klotzmann, Uhlandstraße, die spätere "Penika" wird gegründet. In Thierbach wird ein Elektrizitätswerk in den ehemaligen Mühlengebäuden eingerichtet. und 1923 und 1924 erweitert.
  • 1922 und 1923 wird der Sportplatz vom Sportverein "Vater Jahn" angelegt.
  • 1923 gibt es einen Generalstreik in Penig.
  • 1924 In der Köbe werden die ersten Wanderwege angelegt.
  • 1926 wird in Thierbach das Wehr gebaut.
  • Zwischen 1926 und 1929 wird die Umgehungsstraße gebaut.
  • Die 700-Jahr-Feier wird 1927 gefeiert. Dabei werden zum ersten Mal die Kellerberge wiedereröffnet.
  • Am 4. August 1929 wird das Stadtbad eröffnet. Ebenfalls 1929 werden die "Peli-Lichtspiele",das spätere "Tivoli" eröffnet.
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Machtübernahme durch die Nazis
KZ-Lager
Gustav Weigand

  • 1933 Die Nazis übernehmen die Macht in Deutschland. Penig erhält einen neuen Stadtrat, dem dreizehn Mitglieder der "NSDAP" und drei Mitglieder des "Kampfbanners Schwarz Weiß Rot" angehören.Die Randsiedlung wird gegründet und die ersten zehn Häuser gebaut.
  • 1935 wird Dittmannsdorf eingemeindet. Der "Verein für volkskünstlerische Heimarbeit" richtet die Schnitzerstube ein.
  • Am 30. Januar 1939 wird die neue Betonbrücke über die Mulde eingeweiht.
  • 1945 Der zweite Weltkrieg geht zu Ende. Anfang des Jahres wird ein KZ-Aussenlager in Penig errichtet. Am 2. März gibt es einen angloamerikanischen Bombenangriff. Dabei werden 40 Einwohner getötet und ein Viertel der Werkanlagen der Maschinenfabrik zerstört. Am 14. April rücken die Amerikaner kampflos in Penig ein. Dabei befreien sie auch die Frauen in dem KZ. Sie setzen Dr. Wunderlich als Bürgermeister ein. Am 14. Juni folgt die Rote Armee. Zwichen 14. und 27. Juni ist die Brücke gesperrt. Auf sowjetischer Seite wird am 16.Juni Gustav Weigand als Bürgermeister eingesetzt. Auf amerikanischer Seite (Altpenig) wird Max Scharschmitt als Bürgermeister eingesetzt. Am 27. Juni 1945 fand in Penig das erste Fußballspiel nach dem Krieg zwischen einer Mannschaft aus Penig und einer Mannschaft aus Chursdorf statt. Am 1. Juli ziehen die Amerikaner ab. Am 12. Oktober werden mehrere Jugendliche in Penig unter dem Vorwand, dem Werwolf anzugehören, verhaftet und in das Lager Mühlberg verbracht. Einige werden auch zur Zwangsarbeit nach Sibirien verschleppt. 1952 kehren die Letzten heim. Auch Erwachsene, meist kleine Nazis, werden in Lager eingeliefert. Nicht alle überleben diese Zeit.
  • Nach 1945 wird das Rittergut in Zinnberg teilweise abgebrochen und mit dem Material drei Neubauernhöfe eingerichtet.
  • 1946 werden die ersten VEB`s gebildet. Die Maschinenfabrik wird SDAG-Betrieb.
  • 1947 Die Freiwillige Feuerwehr wird in die örtliche Selbstverwaltung überführt.
  • 1948 Die Ortssportgemeinschaft Penig wird gegründet und ein Jahr später wieder aufgelöst. Ausserdem wird die Betriebssportgemeinschaft BSG Peniger Maschinenfabrik gegründet. Das Krankenhaus erhält einen Anbau und eine Entbindungsstation. Die Papierfabrik wird in Volkseigentum überführt.
  • 1949 Die DDR wird gegründet. Die Peniger Schule wird Zentralschule für die umliegenden Gemeinden. Zinnberg wird nach Thierbach eingemeindet.
  • 1950 kehren die Glocken aus Hamburg auf den Kirchturm zurück.
  • 1952 Die Maschinenfabrik wird in Volkseigentum überführt. und später in "VEB Getriebewerk Penig" umbenannt.
  • 1953 Bürgermeister Weigand tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Sein Nachfolger heisst Schreckenbach. Im Gebäude des Amtsgerichts wird ein Heimatmuseum eingerichtet. Glanzstück der Sammlung ist der in den dreissiger Jahren geschaffene Heimatberg. Im Stadtbad finden sächsischen Landesmeisterschaften im Schwimmen, Turmspringen und Wasserball statt.
Hochwasser

Aufräumen nach dem Hochwasser

  • 10. Juli 1954 Hochwasser in Penig. Der Pegel steigt auf 5,50 Meter. Schreckenbach wird als Bürgermeister abgelöst. Sein Nachfolger ist Heinz Pesth.
  • 12. August 1954 Die AWG wird gegründet.
  • Zwischen 1958 und 1960 werden viele LPG`s gegründet.
  • 1959 Das ehemalige Amtsgericht wird Schulgebäude, die Oberschule II.
  • 1960 Das Thälmann Denkmal wird aufgestellt. Es steht bis 1992.
  • 1961 Durch strenge Kälte müssen Schulen und Betriebe geschlossen werden. Die Peniger Feuerwehr begeht ihr hundertjähriges Bestehen.
  • 1964 Das Klärwerk an der Straße nach Amerika wird in Betrieb genommen. Das Heimatmuseum muss wieder geschlossen werden, der Platz wird für den Schulhort gebraucht.
  • 1966 wird mit dem Bau der AWG-Süd mit 296 Wohnungen begonnen.
  • 1968 wird die Fussgängerbrücke über die Mulde eingeweiht. Es wird mit der Restaurierung der Stadtkirche begonnen.
  • 1969 Das alte Muldenwehr wird durch ein flexibles Wehr ersetzt. Das ist zumindest in der DDR das erste seiner Art. Der Faschingsclub Penig wird gegründet.
  • 1970 Die Oberschule II wird in "Ernst Schneller Oberschule" umbenannt.
  • 1971 Die Oberschule I wird in "Hans Beimler Oberschule" umbenannt.
  • 1973 wird die Kinderkombination "Käthe Kollwitz" in der Waldstraße eröffnet. Damit werden 54 Krippen- und 108 Kindergartenplätze geschaffen.
  • 1974 erneutes Hochwasser, der Pegel bleibt aber bei 4,50 Meter. Das neue Beschichtungswerk Reisewitz wird in Betrieb genommen.
  • 1975 wird der Gemeindeverband Penig mit Chursdorf, Markersdorf, Thierbach/Zinnberg und Arnsdorf gegründet. Die Betriebsberufsschule des VEB Getriebewerke wird in der Uhlandstraße in Betrieb genommen.
  • Am 29. Mai 1976 fuhr die letzte Dampflok auf der Muldentalbahn.
750-Jahre-Penig

Festprogramm zum Jubiläum

  • 1977 Penig feiert vom 30. Juni bis zum 4. Juli die 750-Jahr-Feier. Vorher wurden die Kellerberggänge erneut begehbar gemacht. Am 1. September wird Gerhard Sommer neuer Bürgermeister.
  • 1978 Die Weisse Spitze wird restauriert.
  • 1979 findet das erste Kellerbergfest statt. Sechs weitere folgen.
  • 5. Januar 1981 Die Artur-Geissler-Oberschule wird übergeben und am 1. September der Kindergarten in der Karl Marx Straße eröffnet.
  • 1982 Die Kinderkrippe Waldhaus wird eröffnet.
  • 1984 Die Nachbildung des großen Topfes, die zur 750-Jahr-Feier angefertigt wurde, wird auf der Muldeninsel aufgestellt.
  • 1985 Durch Aufstellung eines zwanzig Meter hohen Mastes als Antennenträger kann jetzt überall auch das Westfernsehen empfangen werden.
  • 1987 Der Kollergang auf der Karl Marx Straße wird als technisches Denkmal aufgestellt. Der Anlass ist das Jubiläum "450 Jahre Papierproduktion".
  • 1988 Oberhalb des Fritz-Gröbe-Platz (jetzt Lutherplatz) wird eine Nachbildung der verlorengegangenen Postmeilensäule aufgestellt.
  • 1989 Das neue Betriebsambulatorium der Papierfabrik wird übergeben. Auch in Penig beginnen die Demos.
  • 1990 Am 18. März sind Kommunalwahlen. Dr. Horst Otto wird Bürgermeister. Im November tritt er wieder aus gesundheitlichen Gründen zurück. Seine Nachfolgerin wird amtierend Birgit Pätzold. Es gibt die ersten Entlassungen. Das Getriebewerk wird der Flender AG Bocholt angegliedert. Die Papierfabrik wird in eine GmbH umgebildet. Im November erscheint die erste Ausgabe des Peniger Amtsblatts. In der Leipziger Straße öffnet der erste Supermarkt.
  • 1991 Am 1. Januar wird Bürgermeister Viehweger in sein Amt eingeführt. Am 1. Mai (!) werden viele Straßen in Penig umbenannt. Die neuen Herren sind gründlich, selbst der Name eines bürgerlichen Naziopfer verschwindet aus dem Straßenbild. Die Kinderkombination Waldstraße wird geschlossen und 1992 abgerissen. Weitere Betriebe werden geschlossen. Die Papierfabrik wird teilweise von der Felix Schöller AG Osnabrück übernommen. Die Stadtbrauerei wird von der Brauerei Wolfshöhe übernommen.
  • 1992 Das Gymnasium wird gegründet und das Krankenhaus geschlossen. Eine Sammlung von 2000 Unterschriften gegen die Schliessung können daran nichts ändern. Das Thälmann-Denkmal wird geschleifft. Am 24. April wird Siegvard Kirst als Bürgermeister eingesetzt.
  • 1993 Siegvard Kirst wird von Thomas Eulenberger abgelöst. Die Muldentaler Emailierwerk GmbH wird privatisiert. Es wird begonnen, den historischen Stadtkern zu sanieren. Es wird auch mit der Sanierung des Rathauses begonnen. 1999 wird sie abgeschlossen. Das ehemalige Krankenhaus wird zum Altenpflegeheim "Haus Hoffnung" umgewandelt. Das Gewerbegebiet an der B95 entsteht. Die PVP Papierverarbeitung Penig GmbH und die Reisewitz Beschichtungsgesellschaft entstehen.
  • 1994 Arnsdorf wird mit seinem Stadtteil Amerika eingemeindet. Die Gebäudewirtschaft wird zur Wohnungsgesellschaft Penig mbH umgewandelt. Die Entwicklungsgesellschaft Penig mbH, eine Tochtergesellschaft der Stadt, wird gegründet. Penig bildet mit Tauscha, Thierbach/Zinnberg und Chursdorf eine Verwaltungsgemeinschaft. Durch eine Kreisreform, nicht der letzten, gehört Penig jetzt zum Landkreis Mittweida.
  • Vom 1. bis 3. September 1995 findet auch in Penig der Tag der Sachsen statt.
  • 1996 wird der Altstadtkern zum "Denkmalschutzgebiet Altstadt Penig" erklärt.
  • 1997 wird die Wasserkraftanlage Amerika durch Jörg Steinbrunner in Betrieb genommen.
Brücke

Die Brücke nach teilweisen Einsturz

  • 1998 Der Zweckverband Freibad Penig-Langensteinbach wird gegründet.In Arnsdorf wird eine neu gebaute Brücke übergeben. In der Nacht vom 12. zum 13. Dezember stürzt ein Teil der Brücke ein.
  • 1999 Die Gemeinden Chursdorf, Thierbach/Zinnberg mit Markersdorf und Tauscha werden eingemeindet. Langensteinbach geht eine Verwaltungsgemeinschaft mit Penig ein. Eröffnung des Freien Gymnasiums Penig.
  • 2000 Ein Schulzweckverband Penig-Langensteinbach wird zum Erhalt der Grundschule in Langenleuba-Oberhain gegründet.Im April wird die alte Brücke in Amerika abgebaut. Im September wird eine neue Brücke eingeweiht. Im Oktober wird die Muldenbrücke wegen Abriss und Neubau gesperrt. Der Chursdorfer Kindergarten wird geschlossen.

Ab 2000Bearbeiten

  • 2001 Im Januar muss die Brücke abgerissen werden, im Oktober wird die neue eingeweiht. In der Leipziger Straße wird ein neues Feuerwehrdepot eingerichtet. Das ehemalige Kino Capitol wird abgerissen. Ebenfalls wird das Hans Beimler Denkmal am Gymnasium abgerissen.
  • 2002 775-Jahr-Feier in Penig.Eröffnung der Heimatstube im ehemaligen "Stadt Leipzig" mit Ausstellung des Heimatbergs und von Zinnfiguren Heinz Reh. Im August Hochwasser mit höchsten Pegelstand 5 Meter. In Thierbach-Zinnberg wird die Hängebrücke zerstört. Ebenfalls muß das Stadtbad geschlossen werden.
  • 2003 Eingemeindung von Langenleuba-Oberhain, Obergräfenhain, Niedersteinbach und Wernsdorf. Im März Baubeginn einer Wasserkraftanlage unterhalb der Muldenbrücke. Einweihung der neuen Hängebrücke in Thierbach-Zinnberg. Im Mai Wiedereröffnung der Kellerberge. Das Stadtbad kann ebenfalls wieder eröffnet werden. Im Juni Baubeginn des neuen Muldenwehres in Thierbach-Zinnberg.
  • 2004 Das ehemalige Volksgut an der Lunzenauer Straße wird abgebrochen. Das neue Huthaus der Kellerberge wird eingeweiht.
  • 2005 Das ehemalige Kino "Tivoli", später "Haus der Technik", wird abgerissen. Das Flenderwerk geht an die Siemens AG. In Chursdorf wird eine neue Brücke über den Johannisbach gebaut. Da die Brücke über den Mühlgraben einsturzgefährdet ist, wird der Mühlgraben an der Stelle verfüllt.
  • 2006 Die Bergsicherung Schneeberg arbeitet an den Kellerberggängen. Im Dezember Baubeginn des Autobahnabschnitts bei Penig.

LiteraturBearbeiten

  • Stadt Penig "Info-Broschüre mit Stadtplan, Der Wegweiser durch Geschäfte und Gastronomie" Texte: Dieter Richter Fotos: Fotofachgeschäft Dietrich Löbel
  • Jana Kaulich und Dieter Richter "Über Amerika ins Tal der Burgen, Das Tal der Zwickauer Mulde um Penig" Bildverlag Thomas Böttger
  • Stadtverwaltung Penig "775-Jahre Penig, 14.-23.Juni 2002,Festschrift" Miriquidi-Verlag 2002 ISBN 3-9806774-9-4
  • Landratsamt Rochlitz "Rochlitzer Land, Wissenswertes aus Vergangenheit und Gegenwart" Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1. Auflage 1993
  • Braun, Ernst von "Geschichte der Burggrafen von Altenburg (1886) Die Bayrische Staatsbibliothek Muenchen besitzt das Orginal.

QuellenBearbeiten

  1. Karl May Wiki

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