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Busverkehr in Penig

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Wikipediaartikel:

Autobus Sachsen
Fernbusverkehr

Das dicht besiedelte Sachsen hatte Anfang des zwanzigsten Jahrhundert das dichteste Eisenbahnnetz der Welt. Aber auch das konnte das Verkehrsaufkommen allein nicht bewältigen. Chemnitz war von der Bahn gut erschlossen und doch reichte das nicht. Viele Menschen, die in Chemnitz arbeiteten, kamen aus dem Umland. Zur Bewältigung dieses Verkehrs gab es verschiedene Ideen wie die die Verlängerung des Straßenbahnnetzes ins Umland, sogar bis Penig. Letztendlich entschieden sich die betroffenen Gemeinden aber für die Einrichtung eines Busverkehres.

GeschichteBearbeiten

Bereits im August 1906 wurde die erste Busverbindung in Sachsen zwichen Mittweida und Limbach eingerichtet. Die zweite Linie war die Verbindung Penig-Chemnitz. Sie wurde von der "Automobil-Omnibusgesellschaft Penig-Chemnitz AG", einer Gesellschaft der beteiligten Gemeinden, betrieben. Nach einer Probefahrt am 04. März 1910 fand am 13. August 1910 die Eröffnungsfahrt statt. Die Linie hatte 12 Haltestellen. Die erste Haltestelle befand sich auf dem Markt. Die Endhaltestelle in Chemnitz befand sich hinter dem Stadttheater. 11 Fahrtenpaare gab es täglich. Der Fahrpreis lag bei 1,15 Mark zwichen Penig und Chemnitz. Bereits ein Jahr später wurden 16 Haltestellen bedient mit 12 Fahrtenpaaren. In Hartmannsdorf gab es Anschluss an die Linie Mittweida-Limbach.

Der erste Weltkrieg brachte erst einmal das Aus für die Linie. Am 18. August 1914 wurde der Verkehr eingestellt. Nach dem Krieg wurde der Betrieb am 11. Juli 1919 neu eröffnet, diesmal von einer staatlichen sächsischen Gesellschaft, der bereits 1912 gegründeten "Staatlichen Kraftwagenverwaltung" SVK. 1923 wurde die SVK der KVG, "Kraftverkehrsgesellschaft Freistaat Sachsen m.b.H." angegliedert.

Während der Inflation wurde der Verkehr auf drei Fahrpaare reduziert und schlieslich am 5. November 1922 ganz eingestellt.

Zur Leipziger Messe 1928 wurde probeweise die Strecke Chemnitz-Leipzig befahren, was sich gegen Ende des Jahres in der Bildung der Linie 630 auswirkte. Zwichen 1932 und 1939 wurde dann noch die Linie 630a Oberwiesenthal-Chemnitz-Leipzig gefahren.

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Wikipediaartikel:
Flüssiggasantrieb

1934 wurden die Busse auf Flüssiggas umgestellt.

Im zweiten Weltkrieg stieg die Fahrgastanzahl enorm, trotzdem blieben Fahrtenreduzierungen nicht aus. Mit Kriegsende brach auch der Busverkehr zusammen.

Am 26. November 1945 wurde die Linie Penig-Chemnitz wieder eröffnet. 1956 folgte auch die Linie Karl Marx Stadt-Leipzig.

1949 wurde die KVG verstaatlicht und wurde zur "VVB Land Sachsen Kraftverkehr". Nach Abschaffung der Länder war der Betrieb bezirksgeleitet und 1970 zum Kombinat "VEB Kraftverkehrskombinat Karl Marx Stadt" (KVK) umgebildet.

1977 gab es folgende Linien in Penig:

  • T 650 Penig-Karl Marx Stadt und zurück
  • T 650 Karl Marx Stadt-Penig-Leipzig und zurück
  • T 651 Penig-Clausnitz und zurück
  • T 656 Penig-Limbach und zurück
  • T 664 Penig-Langenleuba-Oberhain-Steinbach und zurück
  • T 665 Penig-Lunzenau und zurück
  • S 260 Penig-Borna

Alle Linien, die mit T beginnen, waren Linien des Kraftverkehrs Karl Marx Stadt. Die Linie S 260 war eine Leipziger Linie.

Haltestellen gab es am Markt, am Getriebewerk und am Bahnhof.

2009 wurde die Linie Penig-Obergräfenhain eingerichtet. Am 24. Juli 2010 wurde das hundertjährige Streckenjubiläum zwichen Chemnitz und Penig gefeiert. Fotos davon finden sich auf den angegebenen Webseiten.

FahrzeugeBearbeiten

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Wikipediaartikel:

Büssing
Vomag

Die allerersten Busse stammten von der "Süddeutsche Automobilfabrik Gaggenau". Später wurden Busse von Büssing eingesetzt.Sie hatten 40 PS, waren zweiachsig und wurden auch mit Anhänger eingesetzt. Im Bus gab es 18 Sitzplätze und im Hänger 16.

In der Zeit nach dem ersten Weltkrieg dominierten dann die dreiachsigen Büssing Busse vom Typ VI GL und VI GLn. Sie hatten 80 und 100 PS. Auf der Linie 630 Chemnitz-Leipzig wurde auch der 160 PS starke Büssing NAG eingesetzt.

Ein anderer Bustyp war der zweiachsige Vomag OM 57 mit 100 PS.

Die ersten Neuzugänge nach dem zweiten Weltkrieg waren vom Typ Lowa 500, die mit dem Hänger Lowa 700 gefahren wurden. Später kamen zunehmend Busse vom Typ H6B, die auch mit Hänger gefahren wurden, zum Einsatz. Sie wurden nach und nach von Ikarus-Bussen der verschiedenen Typen verdrängt.

WeblinksBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Manfred Fischer, Heiner Matthes "Der Omnibusverkehr in und um Chemnitz" Bildverlag Thomas Böttger 1. Auflage 2005

QuellenBearbeiten

  • Festzeitschrift Hundert Jahre Busverkehr Penig-Hartmannsdorf-Chemnitz-Neukirchen
  • Gerold Schmitt/Albert Kuniss "Rückblick auf 65 Jahre Geschichte des Kraftomnibusverkehr in Sachsen" in Achim Gaier "Nutzfahrzeuge in der DDR" Schrader Verlag 1999

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