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Wikipediaartikel:

Feuerwehr
Geschichte der Feuerwehr
Feuerspritze
Leitern

Penig hat in der Vergangenheit einige große Brände überstehen müssen, so zum Beispiel 1472. 1632, während des Dreissigjährigen Krieges, wurde Penig niedergebrannt, 1711 brannte selbst das Rathaus ab und 1823 acht Häuser am Schlossplatz. Desshalb kümmerte man sich schon zeitig um den Brandschutz. 1670 erliess Wolf Heinrich von Schönburg die erste Brandschutzordnung. Wichtige Punkte waren Vorsicht im Umgang mit Feuer, insbesondere sollte nicht mit offenen Licht Ställe und Böden begangen werden. Die Feueressen sollten regelmässig gekehrt werden und die Töpfer durften bei Nacht nicht brennen. Alle Hausbesitzer hatten Eimer mit Wasser bereitzustellen und die Bürger waren zur Hilfeleistung bei Bränden verpflichtet.

Regelrechte Feuerwehren sind aber erst eine Erfindung des 18. Jahrhunderts.

GeschichteBearbeiten

Ortsfeuerwehr PenigBearbeiten

Gerätehaus

Das alte Gerätehaus zum Tag der Sachsen

Neues Gerätehaus

Das neue Gerätehaus heute

Den Anfang machte die 1827 aufgestellte Feuerlöschungs und Rettungskompanie. Sie verfügte 1835 über fünf Feuerlöschspritzen. Sie verlor im Laufe der Jahre immer mehr Mitglieder, so das Ernst Magnus Meischner 1861 mit 65 Turnern die erste Turnerfeuerwehr gründete. Deren Uniform war noch die Turnerkleidung. Aber auch deren Engagemant nahm, vermutlich auf Grund der Doppelbelastung mit der Zeit ab und so gründete wieder E. A. Meischner 1873 die erste Freiwillige Feuerwehr. Sie hatte 50 Mitglieder. Oberanführer, heute würde man wohl Wehrleiter sagen, war Emil Vieweg, sein Stellvertreter E. A. Meischner. Für 1500 Mark wurde eine Spritze angeschafft. 1879 wurde ein Steigerhaus eingeweiht. 1882 erhielt die Wehr eine 14meter langer Schiebeleiter und, ganz wichtig, 1898 eine eigene Fahne. Um 1900 wurde das Feuerwehrgerätehaus an der heutigen Stelle in Altpenig eingerichtet.

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Sirene
Motorspritze
Feuerwehrfahrzeug

1922 wurde bei Alarm die Sirene benutzt, vorher nutzte man dafür Fabrikpfeifen und Hornsignale. 1925 fand in Penig ein Kreisfeuerwehrtag statt. 180 Wehren aus fünf Amtshauptmannschaften nahmen daran teil. Höhepunkt war ein Festumzug mit 2000 Feuerwehrleuten. Erst 1927 erhielt die Wehr eine Flader Motorspritze mit 500liter Pumpleistung und 1934 einen Transportfahrzeug. 1947 wurde die Wehr in örtliche Selbstverwaltung überführt. In den 50er Jahren gehörten 50 Mitglieder und 110 Brandschutzhelfer zur Wehr.

Hochwasser

Aufräumen nach dem Hochwasser

Am 10.Juli 1954 erlebte Penig eine der schwersten Überschwemmungen, was auch für die Feuerwehr eine Bewährungsprobe war. 1961 feierte die Wehr das 100jährige Jubiläum ihrer Gründung. In diesem Jahr übernahm Jürgen Sparschuh die Wehrleitung und führte die Wehr bis 2001. Am 29. März 2000 begann der Abriss des alten Gerätehauses um Platz für ein neues zu schaffen. Dieses wurde am 25. Mai 2001 zum 140jährigen Jubiläum eingeweiht.

Heute verfügt die Wehr über ein Löschfahrzeug LF 16, ein geländegängiges Tanklöschfahrzeug TLF-W, einen Rüst-und Gerätewagen, ein Einsatzleiterfahrzeug, einen Tragkraftspritzenanhänger und einen Umweltanhänger. Ein Rüstwagen RW1 des Katastrophenschutzes ist ebenfalls bei der Ortswehr Penig stationiert.

Werksfeuerwehr der PapierfabrikBearbeiten

Ende des 19. Jahrhunderts wurde in der Papierfabrik eine Werksfeuerwehr gebildet. 1901 erfolgte eine Neugründung. Ursprünglich verfügte die Wehr nur eine Handdruckspritze, später kamen eine Motorspritze und ein eigenes Fahrzeug hinzu.

Löschgruppe des VolksgutesBearbeiten

Auch das Volksgut an der Lunzenauer Straße hatte in den 50er und 60er Jahren eine Löschgruppe mit einerTragkraftspritze TS 6. Ihr größter Erfolg war bei einer Übung die Entdeckung, das die Hofausfahrt gepflastert war. Selbstverständlich reinigten sie bei der Gelegenheit die Ausfahrt.[1]

Arnsdorf und AmerikaBearbeiten

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Jugendfeuerwehr

1865 wurden sowohl die Werksfeuerwehr in Amerika als auch die Freiwillige Feuerwehr Arnsdorf gegründet. Die Werkfeuerwehr Amerika hatte noch in den 50er Jahren eine Handdruckspritze. [2] Seit 1885 arbeiten die Wehren zusammen. Arnsdorf erhielt 1938 ein eigenes Gerätehaus und wurde 1942 neu ausgerüstet. 1966 hatte die Wehr 30 Mitglieder. Im Jahre 1967 kam eine Frauenlöschgruppe hinzu und 1998 eine Jugendfeuerwehr. 1999 bildete sich der Feuerwehrverein. 2000 erfolgte ein Umbau des Gerätehauses.

Die heutige FF Arnsdorf/Amerika verfügt heute über ein Robur-Mannschaftstransportfahrzeug mit TS 8 und einem Schlauchtransportanhänger. Der MTW wurde von den Kameraden aus einem Werkstattwagen der NVA selbst aufgebaut.

TauschaBearbeiten

Feuerwehr

Die FFW Tauscha zur 750 Jahrfeier 1977

Die FFW Tauscha wurde am 5. September 1886 von 54 Kameraden gegründet. Aus dem selben Jahr stammt ihre noch heute funktionsfähige Handdruckspritze, mit der sie regelmässig bei Stadtfesten Aufsehen erregen. Nach dem letzten Krieg hatte sie nur noch 25 Kameraden. 1966 wurde eine Frauenlöschgruppe gebildet. 1974 errichtete die Wehr ihr neues Gerätehaus. 1983 wurde es erweitert. 1981 errang die Wehr als erste im Raum Penig den Titel Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr. Ihre Tragkraftspritze TS 8 wurde mit einem Fahrzeug der LPG "Neues Leben" Chursdorf bewegt. Am 2. Oktober 1997 konnte das neue Feuerwehrgerätehaus übergeben werden.

Heute rückt die Wehr mit einem Robur-Löschfahrzeug LF8-TS8-STA (Löschfahrzeug 8 mit Tragkraftspritze 8 und Schlauchtransportanhänger) aus.

ChursdorfBearbeiten

Bereits 1828 gab es in Chursdorf eine Handdruckspritze. Für sie verantwortlich waren zwei Spritzenmeister. Die erste Löschmannschaft entstand 1865 unter Feuerlöschdirektor Wilhelm Eidner und seinem Stellvertreter Seifert. 1874 gründeten 44 Bürger eine Spritzenschar. Das erste Gerätehaus stand bis 1881 im Brackmannschen Grasgarten. 1887 wurde ein Gerätehaus für die Handdruckspritze gebaut. 1931 erhielt die Wehr eine Motorspritze TS 6. 1952 konnte die Wehr ihr neues, selbst errichtetes Gerätehaus beziehen. Am 10. September 1954 wurde die TS 6 durch einen Tragkraftspritzenanhänger mit TS 8 ersetzt. 1968 gründeten neun Mädchen eine Frauenlöschgruppe. Von 1979 bis 1981 wurde das Gerätehaus umgebaut und erweitert. Von der Firma Modedruck Gera kaufte die Wehr 1991 eine komplette TSA. 1992 ergänzte ein Kleinlöschfahrzeug Barkas B1000 die Ausrüstung.

Aktuell verfügt die Wehr über ein Tragkraftspritzenfahrzeug TSF.

Thierbach und ZinnbergBearbeiten

31 Bürger von Zinnberg fanden sich am 24. Juli 1884 zusammen um eine Feuerwehr zu gründen. In kurzer Zeit traten der Wehr auch Bürger Thierbachs bei, so daß sie sich 1887 in Freiwillige Feuerwehr Zinnberg-Thierbach umbenannte. In den 20er Jahren gründete sie eine Kapelle, die über die Kreisgrenzen hinaus bekannt war. Auch für die FFW Zinnberg-Thierbach stellte das Hochwasser 1954 eine Bewährungsprobe dar, sie verhinderten die Zerstörung der Schaukelbrücke. 1994 hatte die Wehr 37 Mitglieder, darunter 8 Frauen.

Die Wehr hat heute ein LF8 und einen TSA.

NiedersteinbachBearbeiten

Die FF Niedersteinbach verfügt über ein Tragkraftspritzenfahrzeug.

ObergräfenhainBearbeiten

Ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 10/6 ein Tragkraftspritzenanhänger und ein Schlauchtransportanhänger gehören zur FF Obergräfenhain.

Langenleuba-OberhainBearbeiten

Der FF Langenleuba-Oberhain stehen ein LF 16/12 und ein Mehrzweckfahrzeug zur Verfügung.

MarkersdorfBearbeiten

Die FF Markersdorf verfügt über ein Tragkraftspritzenfahrzeug.

Gemeindefeuerwehr PenigBearbeiten

Nach der Wende hat sich Penig enorm vergrößert da viele umliegenden Gemeinden eingemeindet wurden. Diese Gemeinden hatten ihre eigenen Feuerwehren, mit denen nun die Zusammenarbeit organisiert werden musste. Den Anfang machte die FF Arnsdorf/Amerika. Sie sollte als "Kommando Arnsdorf" an die Peniger Wehr angeschlossen werden. Das gefiel den Arnsdorfern aber überhaupt nicht und die Wehr drohte zu zerfallen. Noch rechtzeitig korrigierten aber die Stadtverwaltung den Entschluss. Die FF Arnsdorf/Amerika blieb selbständig. Es wurde ein Ausschuss gegründet, der die Zusammenarbeit organisiert. Die Wehren wurden also auf Augenhöhe vereinigt. Dieses Modell wurde dann auf die anderen Wehren ausgedehnt.

WeblinksBearbeiten

QuellenBearbeiten

  • Klaus Oehmig-Margret Neumann-Annett Tomoscheit "Penig von A bis Z Ein Stadtlexikon" Stadtverwaltung Penig 2002 ISBN 3-9808333-2-1
  • Stadtverwaltung Penig "775-Jahre Penig, 14.-23.Juni 2002,Festschrift" Miriquidi-Verlag 2002 ISBN 3-9806774-9-4
  1. Eigene Erinnerung und Augenzeugenbericht
  2. Bericht von Augenzeugen

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