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Bergbau um Penig? Unmöglich! Nun, ganz ausgeschlossen kann es nicht werden. Beginnen wir mit dem, was sicher belegt ist.

WolkenburgBearbeiten

In der Gegend von Wolkenburg hat es nachweisslich zwichen 1351 und 1841 Bergbau gegeben. Dabei gab es mehrere Perioden. Aus der ersten Periode sind über sechsundzwanzig Gruben namentlich bekannt. Ausserdem gab es eine Pochwäsche am Herrnsdorfer Bach. Diese Periode endete um 1400.

Nach den großen Silberfunden im Erzgebirge um 1600 wurden auch in Wolkenburg alte Schächte wieder untersucht und teilweise in Betrieb genommen. Diese Periode endete 1616 durch den Ausbruch der Pest und des Dreissigjährigen Krieges.

Um 1713 wurde die Grube "Santa Anna" aufgeschlossen. Sie lieferte bis 1801 Silbererz. 1841 endete auch diese Episode. Die "Santa Anna Grube" wurde im zweiten Weltkrieg als Luftschutzkeller ausgebaut.

Seit 1980 erforscht die Arbeitsgemeinschaft Altbergbau und Geologie die Gruben und macht sie teilweise für Besucher zugänglich.

ZinnbergBearbeiten

Auch daß in Zinnberg Bergbau betrieben wurde, ist bekannt. Um 1480 wurde begonnen, dort nach Silber und Blei zu graben. Dabei hat man aber bereits vorhandene Gänge neu erschlossen. In ihnen fand sich auch altes Bergbaugerät.

Um 1828 hat man erneut einen Versuch unternommen, den Betrieb wieder aufzunehmen, musste ihn aber schon ein Jahr später erfolglos einstellen.

PenigBearbeiten

Zitat

Ein Zitat aus der Peniger Chronik

Auch in und um Penig gibt es viele unterirdische Gänge. Die bekanntesten sind sicherlich die Kellerberge. Aber auch der "Räubertunnel" hinter der weißen Spitze, der im zweiten Weltkrieg als Luftschutzraum diente, ist bekannt. Georg Le Mang schreibt in seinem Artikel "Penig als Bergstadt" aber noch von anderen Gängen. So sollen unter dem Ziegenberg, dem Galgenberg, dem Kirchberg unterhalb der Schule und dem Mühlberg Gänge liegen.

Hauptsächlich soll nach Silber und Blei gesucht worden sein. Bei Chursdorf sei aber ein Bergwerk gewesen, das Eisenerz gefördert hat. Im Jahre 1534 seien dort 200 Fuder Eisenerz gefördert worden. Einen Hinweis auf dieses Bergwerk im Jahre 1418 findet sich auch in der ersten Chronik von Sebastian Meyer.[1]

Le Mang hält den Stollen am Galgenberg für den ältesten. Sein Eingang sollen die Keller des Meinertschen Guts bilden.

Auch innerhalb (Neu)Penigs soll es Gänge geben. Emil Berger erwähnt Gänge, die vor dem ersten Weltkrieg im Garten hinter dem Weichertschen Wohnhaus im Verbindungsgang zwichen Pfarrberg und Stufenberg durch Einbruchstellen sichtbar wurden [2] Ausserdem soll es noch Gänge an der Chemnitzer Straße, dem Langen Berg und der Engen Gasse geben.[3]

Ob es sich dabei wirklich um alte Stollen handelt, ist ungewiss. Alte Akten in den Bergämtern gibt es nicht. Lediglich in der Peniger Chronik findet sich ein Hinweis.

WeblinksBearbeiten

QuellenBearbeiten

Diese Seite basiert hauptsächlich auf dem Artikel "Penig als Bergstadt" von Le Mang in "Geschichtsblätter" der Beilage zum "Tageblatt für Penig und Lunzenau" Nr.2 von 1924.

  1. Gustav Lippold "Woher der Goldbach seinen Namen hat" in Geschichtsblätter Nr. 20 Beilage des Tageblattes für Penig und Lunzenau 1934
  2. Emil Berger "Beschreibende Darstellung der Keller oder Erdgänge der äußeren Uhlandstraße sowie am alten Brückentore" in "Geschichtsblätter, Sonderbeilage zum Tageblatt für Penig und Lunzenau in zwangloser Folge" 11 1926
  3. Stadtverwaltung Penig "775-Jahre Penig, 14.-23.Juni 2002,Festschrift" Miriquidi-Verlag 2002 ISBN 3-9806774-9-4

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