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Vorstadt

Jemand, der in Penig geboren wurde, hat wohl Schwierigkeiten, in Altpenig einen besonderen Stadtteil zu sehen. Es ist mittlerweile organisch mit Penig verbunden, es ist Penig. Bis 1833 war Altpenig wie Topfanger und Mühlgasse eine Vorstadt mit eigener Verwaltung unter einem Viertelsmeister, der Mitspracherecht beim Rat hatte. Die Vorstadt Topfanger lag vor dem Chemnitzer Tor, und Mühlgasse vor dem Mühlen oder Drachenfelser Tor.

In den Vorstätten wohnten zum Beispiel die Töpfer, wegen der Brandgefahr, die von ihren Öfen ausging aber auch der Abdecker, der oft auch Scharfrichter war. Letzteren wollte man nicht innerhalb der Mauern haben.

LageBearbeiten

Wandbild

Wandbild an der Lunzenauer Straße

Altpenig liegt links der Mulde und ist mit (Neu)Penig durch eine Brücke verbunden. Von 1968 bis nach der Wende verband noch eine Fussgängerbrücke am Schützenhaus beide Stadtteile. Der Stadtteil Dittmannsdorf schliesst unmittelbar an Altpenig an. Flussaufwärts kann man Thierbach erreichen, flussabwärts Arnsdorf und Amerika.

GeschichteBearbeiten

Kirchgasse

Blick zur Kirche "Sankt Egidien"

Erst seit Stadtgründung nennt man Altpenig "Altpenig" oder Aldenpenig (1400), Aldepenick (1468) und Aldt Penigk (1555).[1] Das ehemalige Dorf war eine deutsche Gründung, obwahl man an der Kirche slawische Keramik fand [2] und war das Nachbardorf von Penig auf der anderen Seite der Mulde. Zwichen 1715 und 1806 hatte Altpenig zusammen mit Dittmannsdorf eine eigene Schule.

1833 wurden die Vorstädte Altpenig, Topfanger und Mühlgasse eingemeindet. 1838 hatte Altpenig 123 Häuser, Topfanger 58 Häuser und Mühlgasse nur 23.

GebäudeBearbeiten

An der Leipziger Strasse hat eine Kapelle "St. Barbara" gelegen. Sie wurde abgetragen. Ihre Steine wurde beim Bau der Friedhofsmauer verwendet. Zwichen der Leipziger Straße und der Uhlandstraße kann man die Kellerberge finden. Die romanische Kirche "Sankt Egidien" ist das älteste Gebäude Penigs. Auf dem Grundstück der Drogerie Thamhain befand sich früher die Abdeckerei. Auf Altpeniger Seite befindet sich der Bahnhof, die 1884 als Amtsgericht gebaute Grundschule und das ehemalige Postamt. Der Naturpark Köbe liegt auch auf Altpeniger Seite. Etwas ausserhalb, oberhalb des Bahnübergangs auf der Lunzenauer Straße lag früher ein Rittergut, zu DDR-Zeiten ein Volksgut und einige in den Fünffziger Jahren gebaute Wohnhäuser. Zwischen diesem Gut, von dem eine Scheune übrig geblieben ist, und Dittmannsdorf liegt die Kleingartensparte "Bergfrieden."

WirtschaftBearbeiten

Wichtigster Betrieb ist das Getriebewerk, jetzt Siemens, an der Thierbacher Straße. Außerdem befinden sich an der Thierbacher Straße noch die Firmen Reisewitz Beschichtungen und Metatec Penig. Die Baufirma Kurt und Hans Zöllner an der Leipziger Straße besitzt eine lange Tradition. Gegründet wurde die Firma bereits 1846 mit Firmensitz Lunzenauerstraße/Teichdamm, heute Feuerwehrdepot. Später erfolgte der Umzug an die Leipzigerstraße. Das letzte von 3 Emaillierwerken, die Muldenthaler Emaillierwerk GmbH, befindet sich an der Uhlandstraße. Von vielen industriellen Ansiedlungen sind keine Spuren mehr vorhanden (Penika, Vieweg und Förster, Lamprecht, beide Ziegeleien).


E. Kästner Grundschule

Erich Kästner Grundschule
Neugasse

Blick in die Neugasse
Postamt

Das alte Postamt
Altpenig

Blick zur Brücke
Altpenig 2

Drogerie Thamhain

QuellenBearbeiten

  1. Klaus Oehmig-Margret Neumann-Annett Tomoscheit "Penig von A bis Z Ein Stadtlexikon" Stadtverwaltung Penig 2002 ISBN 3-9808333-2-1
  2. Autorenkollektiv "Penig Überblick über die geschichtliche Entwicklung" 1977

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